Der Christchindli-Märt Bremgarten ist morgen nur noch Geschichte – die vier Tannen bleiben wie ein Symbol der Liebe noch ein Weilchen sicht- und erlebbar.
Mitten im Märtgeschehen stehen die vier Tannen schlicht gestaltet, aber viel Ruhe ausstrahlend da. Sie laden ein, mich mit ihr gedanklich vertraut zu machen und an ihrer Spitze das freiwerdende Licht zu erhaschen. Mit Geduld, Offenheit, Respekt und Nachsicht könnte ein Gefühl der Liebe erwachen. Gute Gefühle und das Vertrauen zum Baum ist aber geradezu eine einfache Geschichte, den diesen kann man einfach als Holzelement für den Häuserbau, den Brennofen oder einem Möbelstück gebrauchen – und in diesen Bereichen geht es nicht um die Wahrheit, sondern um das Wissen der Anwendungsmöglichkeiten.
Diese Schlussfolgerung wie bei einem Baum kann (sollte) man natürlich in Bezug auf den Menschen nicht ziehen, obwohl die Liebe zwischen Menschen in all ihrer Erscheinung ein immerwährendes Alltagsthema mit allen positiven und negativen Situationen ist. Die Liebe steht in einer Beziehung zum eigenen Wesen, beeinflusst das Leben, die Wahrnehmung und prägt das Leben – ist aber auch Veränderungen ausgesetzt. Die Liebe einem anderen Menschen zu schenken, ist sicher in diesem Moment die Wahrheit. Daraus sollte aber nicht «Liebe ist die Wahrheit, nur die Wahrheit gibt es nicht» abgeleitet werden.
Das würde darauf hindeuten, dass die absolute Wahrheit nur durch die Liebe zu erfahren ist. Es gibt aber trotz dem unermesslichen Wirrwarr bei den Wahrheiten Wahrheiten – wie einfach brachte es Schriftsteller Bertolt Brecht (1898 bis 1956) auf den Punkt: «Liebe ist der Wunsch etwas zu geben, nicht etwas zu erhalten.»
Richard Wurz 7. Dezember 2025 Bilder: Bruno Rotach
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