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Es war einmal eine grosse, weisse Eule namens Belaya. Diese wohnte im Zentrum von Sibirien. Der erste Advent war endlich gekommen. Belaya war bei ihrem Freund dem Eisbären Lars. Sie hörten eine Geschichte vom St. Nikolaus und seinen wunderbaren Taten und die Legende, dass er hinter dem Nord Stern hausen soll. Die beiden stellen sich vor, wie sie den Nikolaus finden und mit ihm und seinem Schlitten über die verschneite Landschaft von Sibirien fliegen und die Geschenke an die Kinder verteilen. «Lass uns dem Nord Stern folgen und den Weihnachtsmann finden und ihm helfen,» sagte Lars. «Ja das ist eine gute Idee», sagte Belaya. «Ich muss nur noch ein paar Vorbereitungen treffen und dann kann es losgehen», meinte Lars und machte sich bereit, in dem er in seinem Fischteich ein paar Fische als Wegznüni gefangen und in eine Brotbox getane hat. Und Belaya hatte ein paar Mäuse in ihren Rucksack gepackt. «Ich habe eine Idee, wie wir schneller unterwegs sein können. Wir könnten ein Seil an meinen Rucksack binden und du hältst dieses Seil fest. Ich bin dann mit dem Wind wie ein Segel in der Luft, was dich dann mit deinen Skiern zieht», sagte Belaya. Darauf meint Lars: «Genial, deine Ideen überraschen mich immer wieder.» Kaum gesagt, schon gemacht.

Mit ihrer Technik kamen die Beiden sehr schnell weiter. Innerhalb eines Tages kamen sie in die Stadt Wladiwostok. Sie gingen in eine Taverne, wo ihnen ein riesiger Elch auffiel. «Hallo, ich bin Lars und das ist meine Kameradin Belaya.» «Hallo Lars, ich bin Winzent», sagte der Elch mit tiefer, brummiger Stimme. «Was Kann ich für euch tun?» «Wir sind auf der Suche nach dem Weihnachtsmann und folgen dem Nordstern, um ihn zu finden», sagte Belaya mit piepsiger Stimme. «Ach so, und warum seid ihr hierhergekommen»? fragte der Elch. «Wir sind nur aus Zufall hier und hoffen auf eine erholsame Nacht.» Dann ist das wohl ein Zufall, denn er habe einen Kollegen in Amur. Er ist ein Tiger namens Wosonykoff. «Jedes einzelne Mal, wenn ich ihn sehe, dröhnt er mir die Ohren zu, damit ich weiss, wo der Weihnachtsmann wohnen soll», sagte der Elch mit tiefer, genervter Stimme. «Oh, das klingt ja super», sagte Belaya. So würden wir für eine Nacht hier übernachten und morgen schon aufbrechen, um nach Amur zu gehen, sagte Lars. «Gut, richtet Wosonykoff liebe Grüsse von Winzent aus, dann wird er euch seine Geschichte sicher erzählen. Ich habe ein Zimmer für euch. Was kann ich euch zu essen anbieten?» «Für mich gerne Fischstäbchen und ein Sprudelwasser», sagte Lars. «Für mich gerne eine Rösti und ein Rivella», sagte Belaya. «Kommt sofort», sagte Winzent. Im weiteren Verlauf des Abends assen Belaya und Lars und gingen früh zu Bett. Beide schliefen tief und fest.

Am nächsten Morgen gingen sie mit der gleichen Taktik wie am vorherigen Tag weiter. Sie kamen gut voran. Nach bereits fünfeinhalb Stunden kamen sie in Amur an und trafen Wosonykoff. Dieser freute sich sehr und er erzählte ihnen seine Geschichte. «Im Osten, auf der Halbinsel Kamtschatka, steht ein grosser Weihnachtsbaum. Auf dieser Insel leben alle Helfer des Weihnachtsmanns.» «Und wie kommen wir dort hin», fragte Lars. «Im Winter ist das Meer gefroren und ihr könnt einfach darüber gehen.» «Danke für die Hilfe», sagte Belaya. Und sie bedankten sich nochmals herzlich und machten sich auf den Weg. Nach ungefähr zwei Stunden kamen sie durch einen dichten Wald und sahen das gefrorene Meer. «Endlich haben wir das Meer erreicht», sagte Belaya. «Komm wir gehen schnell weiter», meinte Lars. Und so machten sie sich auf den Weg über das Meer. Durch das Eis rasten sie mit extremer Geschwindigkeit voran. In der Ferne sahen sie einen grossen Weihnachtsbaum, der mindestens fünfunddreissig Meter hoch sein musste. Der Baum war geschmückt mit Kugeln und Lichterketten.

Als sie die Insel erreichten, sahen sie noch eine grosse Hütte. Da ragten ein paar Beine aus dem Kamin. «Hilfe», hörten sie eine gedämpfte Stimme rufen. «Schnell, wir müssen helfen», sagte Belaya und flog los. Und Lars ging auf alle vier Pfoten und sprintete los. Belaya nahm das Paar Beine, packte zu und zog den Mann heraus. «Hou Hou Hou, danke dass du mich gerettet hast. Wie heisst du?» «Ich bin Belaya und das ist Lars der Eisbär.» „Hou hou hou, das ist wunderbar Belaya, danke vielmals. Ich bin der Nikolaus.» «Dann haben wir es also geschafft», sagte Lars mit freudiger Stimme. «Ja ihr habt mich tatsächlich gefunden», sagte der Nikolaus. «Warum bist du eigentlich in dem Schornstein stecken geblieben»? fragte Belaya. «Das ist ein spezielles Tranig für mich, damit ich nicht stecken bleibe, wie eben, wenn ich durch die Kamine in die Häuser krieche. Und wenn ich zu dick wäre, jetzt schon abnehmen könnte», sagte der Weihnachtsmann lachend. Und so endet diese Geschichte. Belaya und Lars durften ihre Weihnachten auf der Insel verbringen und durften sogar mit dem Nikolausschlitten mitfahren um zu helfen.

Matthew P3c, Nils S2b
6. Dezember 2025
Bild: Matthew/Nils

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