Es sei Gewissheit, «dass der Mann, um so spielen zu können, seine Seele dem Teufel verkauft haben müsse», beschreibt Werner Fuld in seiner Paganini-Biografie jene schier unglaubliche Virtuosität, die Niccolò Paganini (1782 bis 1840) den Beinamen «Teufelsgeiger» einbrachte. Niccolò Paganini faszinierte mit fast übernatürlicher Technik, die er in seinen 24 Capricen für Violine solo auf den Höhepunkt trieb: Jede Caprice ein eigenständiges Kleinod voller Esprit, Humor und opernhaftem Kantabile.
Den gesamten Zyklus an einem einzigen Abend zu spielen, gilt bis heute als nahezu unmöglich – ein Wagnis, das nur wenige Geiger:innen eingegangen sind und dem sich angeblich nicht einmal Niccolò Paganini selbst in dieser Form stellte. Bevor sich Julia Fischer dieser aussergewöhnlichen Herausforderung stellt, erklingt die klangprächtige Sonata per la Grand Viola, interpretiert von Adrien La Marca. Im Gespräch mit Fränzi Frick werden zudem die technischen Extreme und die Mythen um Paganinis dämonisch schillernde Virtuosität lebendig.
Redaktion
25. Juni 2026
Bild: zVg
Das Konzert «Teuflische Capricen» findet am Samstag, 27. Juni um 19.30 Uhr in der Alten Kirche am Künstlerhaus Boswil statt. Tickets und weitere Informationen unter www.kuenstlerhausboswil.ch