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Zwei gleichgesinnte Welten sind getrennt.
Gesellschaft
Einmal davon ausgehend, dass Sie die Festtage noch in bester Erinnerung haben, kann ich mich mit meinen Glückwünschen für eine farbenfrohes 2026 sicher noch in Ihre Erinnerungen einnisten.
Datum: 31. Dezember 2025

Das vergangene Jahr war voller Krisen, Katastrophen, politischen Ungereimtheiten und nur gerade so dazwischen und sehr örtlich bezogen von Zufriedenheit, Glück und Zuversicht geprägt, was aber je nach Blickwinkel überhaupt nicht zutrifft. Das parteipolitische Jahr 2025 hat uns neben viel Belustigendem und Beunruhigendem nicht gerade das gebracht, was unsere Gesellschaft eigentlich dringend bräuchte – Ruhe, Zuversicht und Frieden. Dafür haben uns die Politiker:innen eine grosse Last abgenommen, das unermüdliche Suchen nach geeigneten und umsetzbaren Vorsätzen zu Ende des Jahres. Die Politelite hat uns so viele Versprechungen gemacht, dass alles anders, ja besser werde, wenn wir nur auf sie hören würden. Da sie aber nie deutlich gemacht haben, auf wen man denn letztlich hören soll, damit ein ganzheitliches Bild entstehen kann, können wir uns auf unser eigenes Leben konzentrieren. Das ist von Bedeutung, denn die politische und wirtschaftlich bestimmende Klasse will keine Lösungen für die Menschen und wenn doch, nur für einzelne Bevölkerungsgruppen, vor allem aber um ihre eigenen Machtgelüste und -verhältnisse zu stärken. Das breit umschriebene A mit Aussichten auf ein B lässt vermissen, dass das Dazwischen wohl möglich sein könnte, aber bei den vielen Widerständen nicht umgesetzt werden kann respektive eigentlich man gar nie so will. Die zerstörische Entwicklung des Lebensraum Erde hat unzähligen Menschen jeden Boden zum Leben genommen.

So bleibt vielfach nur noch Zeit für das Träumen. Natürlich kommt jetzt gleich der Einwand, dass träumen nur für Menschen sei, welche der Realität nicht in die Augen sehen wollen. Weit gefehlt, denn wer nicht zu träumen wagt, hat Angst vor dem Alltagsleben, denn er müsste einsehen, dass er seine sogenannt realistischen Vorstellungen in Frage stellen muss und kreativere Lösungen umsetzbar wären. Träume lösen Visionen aus und diese sind es letztlich, welche die Einwände wie «das geht nicht oder die Mittel fehlen» völlig ausschliessen. Die Realität mit ihren Vorsätzen hilft im besten Fall das Bestehende einigermassen zu erhalten, Träume und Visionen machen aber die Türen nach vorne auf, ebnen die Wege in die Zukunft.

Der Realist spricht aber stets von finanziellen und gesellschaftlichen Sachzwängen und meint im Grunde, dass es mit dem Bestehenden einfacher ist, unabhängig der menschlichen Verluste den Alltag zu gestalten. Dabei bringt sie es unter anderem fertig den heutigen und anstehenden Rentenbezüger:innen ein schlechtes Gewissen einzuhauchen, dass sie überhaupt im Wissen um den schlechten Finanzstand der Schweiz die Rente beziehen und nicht arbeiten gehen, sondern nur Kosten verursachen. Dabei war die AHV-Rente eine Vision von einst weitsichtigen Politikern, vielleicht aus einem Traum entstanden. Die Rente aber zu erhalten ist kein Traum, sondern eine verbriefte Realität.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leser:innen, noch eine möglichst lange Zeit bei gesundheitlichem Wohlbefinden, Sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und noch viele Träume und Visionen haben.

Richard Wurz
31. Dezember 2025
Bild: Redaktion - Illustration: Christina Blatter (1947 bis 2020)

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